Frank Zalewski Keine Kommentare

Projektplan Energie

Planerische Aufgaben im Energiemanagementsystem

Das Verfolgen der erforderlichen Schritte zur Einführung eines Energiemanagementsystems wird mit dem Aufstellen eines Projektplans (Projektplan Energie) erleichtert. Er hilft, Aktivitäten und Ressourcen zu planen und zu koordinieren. Aus ihm lässt sich auch der Zeitrahmen ableiten, der zur Einführung eines EnMS benötigt wird oder zur Verfügung gestellt werden sollte. Eine Projektplanung führt erfahrungsgemäß zu einer stärkeren Konzentration auf die zu erreichenden Ziele und gewährleistet durch Setzen von Terminen eine bessere Planbarkeit. Basis ist meist die Bereitstellung von Ressourcen. Zuerst einmal sollten Sie immer nach der Formel gehen:

So viel Dokumentation wie nötig und NICHT wie möglich!

Wie sollte der Projektplan Energie aussehen?

Hat sich die oberste Leitung positioniert, ist es sinnvoll, einen Projektplan aufzustellen, in dem die Verantwortlichen und Beteiligten, der zeitliche Rahmen und das gesetzte Ziel definiert werden. Zur Projektabgrenzung ist es erforderlich, parallel die Bilanzgrenzen so genau wie möglich festzulegen. Anschließend kann mit der Datenerhebung als die erste umfangreiche Aufgabe begonnen werden. Bevor Sie mit der Einführung Ihres Energiemanagementsystems beginnen, muss zunächst einmal ein Projektplan erstellt werden. Dabei gilt es, die geschätzt notwendige Zeit für die einzelnen Umsetzungsschritte einzuschätzen. Stellen Sie sich bei der Erstellung Ihres Projektplans folgende Leitfragen:

  • Wann können diese Arbeiten gemacht werden?
  • Wie viel Zeit brauchen Sie für die einzelnen Schritte?

Planen Sie auf Basis des von Ihnen ermittelten Zeitaufwands und der Verantwortlichkeiten den zeitlichen Ablauf, indem Sie jedem Meilenstein einen Zeitrahmen zuordnen. Verantwortlichkeiten können Sie in einer Verantwortungs- und Aufgabenmatrix beschreiben, in der Sie auch zugleich notwendige Informationsflüsse festlegen. Die Überwachung des Projektplans ist Aufgabe des Energiemanagers mit Unterstützung des Energieteams.

Ziemlich weit oben auf der Liste der planerischen Aufgaben steht zunächst ein einfacher Projektplan. Dieser legt wichtige Zwischenschritte, Ressourcen und den zeitlichen Zeitrahmen fest und hilft so allen Beteiligten, die eigene Rolle und den Fortschritt bei der Einführung des Energiemanagementsystems besser einzuschätzen. Außerdem müssen rechtliche sowie wirtschaftliche Rahmenbedingungen bekannt sein und mögliche Einflüsse auf den Energieverbrauch zusammengetragen werden.

Folgende Meilensteine sind einige Beispiele bei der Erstellung Ihres Projektplan Energie:

  • Beschluss der obersten Leitung
  • Ernennung eines Energiemanagers
  • Bildung eines Energieteams
  • Projektplanung
  • Festlegung der Bilanzgrenzen
  • Erhebung der Grunddaten
  • Bewertung der wesentlichen Energieeinflussfaktoren
  • Review der Ergebnisse
  • Verabschiedung der Energiepolitik mit operativen und strategischen Zielsetzungen
  • Planung und Bereitstellung von Ressourcen
  • Dokumentation des Energiemanagementsystems
  • Ausgestaltung energierelevanter Abläufe
  • Schulung
  • Struktur der Kommunikation
  • Erfassung von Verbesserungsmaßnahmen und Bearbeitung
  • Energieeinsatzplanung
  • Bildung von Kennzahlen
  • Aktualisierung der Energieanalyse
  • Energieaudit
  • Aktualisierung des Energieeinsparprogramms (einmal jährlich)
  • Management-Review

Je nach Unternehmensvorgaben werden die Zeiten variieren. Tatsächlich werden in der Praxis Energiemanagementsysteme innerhalb von 3 bis 18 Monaten eingeführt. Erfahrungen zeigen, dass 6 Monate anspruchsvoll, aber machbar sind.


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