Frank Zalewski Keine Kommentare

Energiemanagement Förderung

Energiemanagement Förderung – Anreize zur Einführung eines EnMS.

Durch die nachfolgend aufgeführten Gesetzesparagraphen und deren Regelungen hat die Bundesregierung Anreize für Unternehmen geschaffen, Energiemanagementsysteme in ihren Betrieb zur Energiemanagement Förderung einzuführen. Die Einführung von Energiemanagementsystemen (EnMS) ist an verschiedene umwelt- und energiepolitische Gesetze und monetäre Anreize gekoppelt. Durch diese nationalen Gesetzgebungen sollen Unternehmen dazu bewegt werden, ihre betrieblichen Abläufe und Prozesse energieeffizient zu gestalten. Die Nutzung von EnMS soll dazu führen, dass „die entsprechenden Effizienzpotenzial sichtbar gemacht und damit auch genutzt werden können.“ Zu den besonders energieintensiven Branchen zählen die Steine- und Erden-Industrie, die Eisen-Industrie, die Nicht-Eisen-Metall-Industrie, die chemische Industrie und das Papiergewerbe.

Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG [28] §§ 63 ff.

Im Rahmen der Besonderen Ausgleichsregelung (BesAR) können Unternehmen beim BAFA einen Antrag auf eine Reduzierung der EEG-Umlage stellen. Die Begrenzung der EEG-Umlage ist dabei für Unternehmen mit einem Energieverbauch > 5 GWh pro Jahr an den Nachweis eines zertifizierten Managementsystems gemäß EMAS oder ISO 50001 und für Unternehmen mit einem Energieverbrauch zwischen 1 und 5 GWh pro Jahr alternativ an den Nachweis über ein alternatives System zur Verbesserung der Energieeffizienz (geregelt in der SpaEfV) gekoppelt. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die einer Branche nach den Listen 1 und 2 der Anlage 4 des EEG 2017 zugeordnet werden. (BAFA: Merkblatt für stromkostenintensive Unternehmen 2017, EEG 2017).

Stromsteuergesetz StromStG [31] § 10 / Energiesteuergesetz EnergieStG [32] § 55

Auf Grundlage des Gesetzes zur Änderung des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes von Dezember 2012 und der Spitzenausgleich-Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) ist seit Januar 2013 der Spitzenausgleich gemäß § 10 StromStG (die Erlassung, Erstattung oder Vergütung der Steuer für nachweislich versteuerten Strom) sowie gemäß § 55 EnergieStG (die Steuerentlastung für Energieerzeugnisse) unter anderem an die Gegenleistung gekoppelt, dass Unternehmen nachweislich ihre Energieeffizienz verbessern und festgelegte Einsparziele erreichen. Zudem muss ein Nachweis über den Betrieb eines EnMS gemäß ISO 50001 oder für KMU ein Nachweis über den Betrieb eines alternativen Systems zur Verbesserung der Energieeffizienz bzw. ein Nachweis über eine Registrierung bei EMAS vorgelegt werden.

Energiemanagement Förderung

Für die Energiemanagement Förderung moderner Systeme sind unmittelbare Anreize in Form von Fördermaßnahmen gegeben. Diese werden in der Richtlinie für die Förderung von Energiemanagementsystemen geregelt. Konkret gefördert werden soll dabei „die Einrichtung von Maßnahmen und Systemen, die eine planvolle Erfassung und Auswertung der Energieverbräuche erlauben und damit Voraussetzungen für die Umsetzung von effektiven Energieeffizienzmaßnahmen schaffen.“ Dazu gehören unter anderem Förderungen im Bereich der Erstzertifizierungen von EnMS, der Schulung und Weiterbildung von Mitarbeitern und im Bereich der Ausstattung mit Mess-, Zähler- und Sensortechnologien sowie im Bereich des Erwerbs und der Installation von Energiemanagementsoftwaresysteme (EnMS-Software) und der Schulung des Personals bezüglich des Umgangs mit der Software. Im Zuge des Förderprogramms wurde durch das BAFA eine Liste förderfähiger Softwaresysteme erstellt, die wir hier später ergänzen werden.

Auch als kleines oder mittelständisches Unternehmen (KMU) aus dem produzierenden Gewerbe können Sie von den Steuererleichterungen der SpaEfV profitieren. Dafür müssen Sie jährlich die Wirksamkeit Ihrer installierten sogenannten „Alternativen Systeme“ zur Verbesserung der Energieeffizienz gemäß SpaEfV Anlage 1 und 2 nachweisen. Dies kann im jährlichen Wechsel zwischen Vor-Ort-Audit und Dokumentenprüfung vorgenommen werden.

Weiteres erfahren Sie z.B. auch unter: Zoll Online

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