Energiemanagement
Frank Zalewski Keine Kommentare

Die ISO 50001 Revision 2018

wurde erstmals im Jahr 2011 veröffentlicht und dient als Grundlage für den Aufbau eines umfassenden Energiemanagementsystems. Die aktuelle, im August 2018 erschienene Version ist ISO 50001 Revision 2018 (DIN EN ISO 50001:2018 Erhältlich bei Beuth). Die Norm basiert auf dem PDCA-Zyklus sowie auf der High Level Structure. Energiemanagement lässt sich daher leicht in bestehende Managementsysteme integrieren. Sie zielt auf die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung Ihres Unternehmens mit Schwerpunkt auf die energetische Bewertung und Einführung eines Energieplanungsprozesses. Die wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiches Energiemanagement: systematisches Erfassen der Energieströme, Aufstellen von Energiezielen und Aktionsplänen sowie detaillierte und geeignete Überwachungsmechanismen. Die Umsetzung rechtlicher Anforderungen bringt zusätzliche Handlungssicherheit.

Ziel eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 Revision 2018

ist die kontinuierliche Verbesserung der energiebezogenen Leistung („energy performance“) eines Unternehmens. Der Standard beschreibt die Anforderungen an ein Unternehmen, um ein Energiemanagementsystem einzuführen, zu betreiben und kontinuierlich zu optimieren. Gelingt die Umsetzung dieses systematischen Ansatzes, verbessert ein Unternehmen seine energiebezogene Leistung, erhöht seine Energieeffizienz und optimiert gleichzeitig seine Energienutzung. Systematisches Energiemanagement hat sich in den letzten Jahren zu einer wirksamen Methode entwickelt, den spezifischen Energieverbrauch und damit die Energiekosten zu senken. So hat sich Energieeffizienz als wesentlicher wirtschaftlicher Erfolgsfaktor etabliert. Es soll die Energiekosten senken und die Energieeffizienz erhöhen, mit Reduktion der energiebedingten Umweltbelastungen und bei gleichzeitiger Erfüllung der Kundenanforderungen.

Ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 Revision 2018

ist grundsätzlich in allen Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, möglich. Dabei können Unternehmen selbst entscheiden, ob sie das Energiemanagementsystem als eigenständiges Managementsystem einführen oder in ein bestehendes Managementsystem integrieren. Zahlreiche Unternehmen setzen beispielsweise ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 oder ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ein. Die Einführung eines Energiemanagementsystems ist grundsätzlich freiwillig; es gibt keine gesetzliche Zertifizierungspflicht. Allerdings ist eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 Revision 2018 (oder ein registriertes Umweltmanagementsystem nach EMAS-Verordnung) in Deutschland Voraussetzung für die Teilbefreiung in Frage kommender, besonders energieintensiver Unternehmen von der EEG-Umlage und zukünftig auch für die Entlastung von Unternehmen der produzierenden Gewerbe von der Strom- und Energiesteuer.

Die Linkstruktur und Themen unseres Energiemanagement-Blogs:

Gründe und Vorteile zur Einführung eines Energiemanagementsystems

  • Kernziele der ISO 50001 Revision 2018
  • Vorteile für die Umsetzung eines Energiemanagementsystems
  • Vorteile für die Zertifizierung eines Energiemanagementsystems
  • Rahmenbedingungen für die Umsetzung eines Energiemanagementsystems

Energiemanagement Förderung – Anreize zur Einführung eines EnMS

  • Erneuerbare-Energien- Gesetz EEG [28] §§ 63 ff
  • Stromsteuergesetz StromStG [31] § 10
  • Energiemanagement-Förderung

Teil 2.2: Der PDCA-Zyklus im Energiemanagement

  • 1. Planung „Plan“
  • 2. Umsetzung „Do“
  • 3. Überwachung „Check“ Update 06.06.2019
  • 4. Weiterführung „Act“

Energiepolitik und Energieziele

  • Energieziele Update 08.06.2019

Ernennung einer Projektleitung – Der Energiemanager

  • Schlüsselfunktionen des Energiemanagers
  • Aufgaben eines Energiemanagers
  • Externer Energiemanager Ja oder Nein?

Der Projektplan zur Einführung eines Energiemanagementsystems

  • Planerische Aufgaben im Energiemanagementsystem
  • Wie sollte der Projektplan Energie aussehen?
  • Die möglichen Meilensteine im Projektplan

Das Energieteam

  • Energieteamsitzungen
  • Einberufung eines betrieblichen Energieteams

Energetischen Ausgangsbasis – Die Grunddatenerhebung

  • Festlegung der Bilanzgrenzen
  • Der Energiebericht Update 15.06.2019
  • Analyse der Organisations- und Kommunikationsstruktur
  • Ermittlung der rechtlichen Anforderungen
  • Bewertung des Energieverbrauchs auf mögliche Verbesserungspotentiale
  • Aktionsplan
  • Erfassung von Einflussparametern den sogenannten Variablen

Energetische Bewertung – Der IST-Zustand

  • Energetische Bewertung
  • Energieleistungskennzahlen

Teil 2: Umsetzungsphase (Die Bestandsaufnahme).

  • Festlegung von Ziel und Zweck
  • Messung der Energieströme und Datensammlung
  • Infrastruktur und Infrastrukturanlagen
  • Einberufung eines betrieblichen Energieteams
  • Der Projektplan

Teil 3.1: Der Energiebewertungsplan

  • IST-Analyse (Erster Energie-, Mess- und Bewertungsplan)
  • Schritt 1 ist die Datenaufnahme (Energiebewertungsplan)
  • Schritt 2: Dateninterpretation und energetische Bewertung
  • Schritt 3: Festlegung der energetischen Ausgangsbasis und Zielstellungen

Teil 4: Die Einführung- und Umsetzungsphase

  • Was fordert die DIN EN ISO 50001 Revision 2018
  • Einbeziehung der Mitarbeiter
  • Interne und externe Kommunikation
  • Dokumentation
  • Definition Verfahrensanweisung
  • Definition Arbeitsanweisung
  • Definition Prüfanweisung
  • Definition mitgeltende Unterlagen
  • Energierelevante Beschaffung

Anhang Abkürzungsverzeichnis
Anhang Energiemanagement-Lexikon

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