QM-Einfach Autorenteam Keine Kommentare

(* 14. Oktober 1900 in Sioux City, Iowa; † 20. Dezember 1993 in Washington D.C.) war ein US-amerikanischer Physiker, Statistiker sowie Wirtschaftspionier im Bereich des Qualitätsmanagements. Als Schüler von Walter A. Shewhart (dem Begründer der statistischen Prozesskontrolle) entwickelte er ab den 1940er-Jahren die Prozessorientierte Sicht auf die Tätigkeiten eines Unternehmens die später auch Eingang in die diversen Qualitätsnormen und Qualitätsmanagementlehren fanden.

Demings Erkenntnisse blieben in den USA weithin unbeachtet. Das änderte sich auch nicht nachdem Ishikawa Kaoru Deming 1950 ermöglichte seine Erkenntnisse den Topmanagern Japans bekannt zu machen.
In der Folge wurde schon 1951 zum ersten Mal ein japanisches Unternehmen mit dem so genannten Deming-Preis für besonders hohe Qualität in der Produktion ausgezeichnet. Auch im Toyota-Produktionssystem sind Demings Ideen schon sehr früh auf fruchtbaren Boden gefallen.
Deming und seine Erkenntnisse wurden erst ab dem 24. Juni 1980 nach der Ausstrahlung einer NBC-Dokumentation mit dem Titel „If Japan Can…Why Can’t We?“ in den USA wahrgenommen, zu einer Zeit als schon große Teile der amerikanischen Konsumgüterindustrie von der japanischen Konkurrenz auch aufgrund besserer Qualität förmlich überrollt worden war.

Aus Europa ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt (2005) noch kein entsprechendes Datum zu berichten. Zwar finden sich Demings Gedanken in einer jährlich weiter anschwellenden Flut von Qualitätsmanagementnormen und -lehren, dem Anschein nach aber nicht in den Köpfen der verantwortlichen Manager, wie sonst wäre z. B. die unverändert hohe Zahl von Rückrufaktionen zu erklären.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.