Energiemanagement
Frank Zalewski Keine Kommentare

IST-Analyse (Erster Energie-, Mess- und Bewertungsplan)

Schritt 1 ist die Datenaufnahme (Energiebewertungsplan)
  • Identifizierung der Energiequellen
  • Ermittlung der Verbräuche je Energieträger
  • Eruieren der Verbräuche wesentlicher Energieverbraucher
  • Ermittlung der Einflussfaktoren auf die Verbrauchssituation

Voraussetzung für den Energiebewertungsplan ist eine Übersicht über die genutzen Energiequellen, deren Gesamtverbräuche und die Aufsplittung der Verbräuche auf einzelne Anlagen und Maschinen. Diesen Auswertungen gehen umfangreichen Datensammlungen voraus. Meistens sind nur wenige Zählereinrichtungen (In der Praxis oft nur die Zähler der Haupt-Energieversorger) vorhanden. Hier muss überlegt werden:

  • an welcher Stelle ist die Installation einer weiteren Messeinrichtung sinnvoll und notwendig
  • wo können Verbräuche rechnerisch abgeleitet werden
  • wo können Verbräuche ggf. geschätzt werden

Ein Energiebewertungsplan mit der Einzeichnung der vorhandenen Messeinrichtungen (sog. Messpläne) und der noch zu installierenden Messeinrichtungen in nummerierter und damit nachvollziehbarer Form erweist sich von Vorteil. Eine weitere Möglichkeit wäre, die Messeinrichtungen in vorhandenen Leitungsplänen zu integrieren.

Einfaches Beispiel:

Messeinrichtung Standort Seriennummer Überprüft am Geeicht/Kalibriert bis
1. Stromzähler Schlosserei 123abc456 01.02.2019 01.02.2025
2. Gaszähler Kesselanlage 789def123 15.12.2017 31.12.2023
3.

Im Regelfall sind im Unternehmen die wesentlichen Energieverbraucher bekannt und können somit leicht zusammengestellt werden. An dieser Stelle ist es besonders wichtig, vom Wesentlichen zum Unwesentlichen vorzudringen um sich nicht tagelang mit Listen für Verbraucher zu beschäftigen. In der Praxis hat es sich bewährt, die wesentlichen energierelevanten Maschinen einzelner Bereiche genauer zu betrachten. Geringere Verbraucher können vorerst in Gruppen zusammengefasst werden (z.B. Gruppe 1 für Motoren, Gruppe 2 für Pumpen etc.). Diese Gruppen, können dann zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls einer genaueren Betrachtung und Klassifizierung  unterzogen werden. Hierbei ist eine ABC-Analyse (Alter, Energieeffizienzklasse etc.) die Königsdisziplin.

Grund ist, bei einem zeitlich knapp bemessenen Zertifizierungsaudit nur Datensammlungen vorlegen zu können. Das sollte tunlichst vermieden werden und reicht für eine erfolgreiche Zertifizierung nicht aus. Bei vorhandenen Datensammlungen und Dateninterpretationen ohne Zielstellung und Maßnahmenkonzept und einer teilweisen Umsetzung im betrieblichen Alltag wird eine Zertifikatserteilung scheitern.

Mehr Infos auch in unserem Beitrag:

Teil II. Schritte zur Einführung eines Energiemanagementsystems.

Schritt 2: Dateninterpretation und energetische Bewertung 

  • Aufstellung einer Rangfolge der wesentlichen Energieträger
  • Ermittlung einer Rangliste der wesentlichen Energieverbraucher
  • Bewertung der Energieaspekte
  • Aufdecken von potentiellen Einsparmöglichkeiten

Die Regelung der Verantwortlichkeiten für die Erfassung der wichtigsten Energieträger und Verbräuche ist sehr wichtig. Eine betriebliche Anweisung sollte diese Verantwortlichkeiten regeln.

Schritt 3: Festlegung der energetischen Ausgangsbasis und Zielstellungen


Teil 1: Gründe und Vorteile zur Einführung eines Energiemanagementsystems.
Teil 1.1: Energiemanagement-Förderung
Teil 1.2 Energiepolitik
Teil 2: Schritte zur Einführung eines Energiemanagementsystems.
Teil 2.1: Der Energiemanager
Teil 3: Festlegung der Bilanzgrenzen.
Teil 3.1: Der Energiebewertungsplan
Teil 4: Dokumentation eines Energiemanagementsystems.
Anhang Abkürzungsverzeichnis
Anhang Energiemanagement-Lexikon

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